성지순례: K-Dramen sorgen für Overtourism in Kamakura
Einwohner in Kamakura, Japan, stehen vor neuen Herausforderungen durch Overtourism, da ein Netflix-K-Drama ruhige Straßen in globale Hotspots verwandelt. Erfahren Sie mehr über 성지순례.
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Kamakura, eine japanische Küstenstadt, die bereits als Schauplatz des legendären Anime „Slam Dunk“ berühmt ist, sieht sich einer neuen Welle von Overtourism gegenüber. Diesmal wird der Besucheransturm einer neuen südkoreanischen Dramaserie zugeschrieben, die mehrere Schlüsselszenen in den malerischen Vierteln der Gegend gedreht hat.
Anwohner äußern Berichten zufolge ihren Frust, da ruhige Wohnstraßen plötzlich von internationalen Fans überlaufen sind. Der Zustrom hat zu Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, des Lärms und der Sicherheit geführt, insbesondere an engen Bahnübergängen, die als beliebte Fotomotive dienen.
Laut japanischen Medienberichten ist die Situation zu einer erheblichen Belastung für die lokale Gemeinschaft geworden. Während Tourismus normalerweise wirtschaftliche Vorteile bringt, schafft die schiere Menge an Besuchern in Nicht-Gewerbegebieten Spannungen zwischen Einheimischen und Touristen.
Die Behörden suchen nun nach Wegen, um die Besucherströme zu steuern und eine bessere Orientierung für ausländische Besucher zu implementieren. Ziel ist es, den neu gewonnenen Ruhm der Stadt als K-Drama-Drehort mit dem täglichen Leben und dem Frieden ihrer langjährigen Bewohner in Einklang zu bringen.
Die japanische Zeitung Asahi Shimbun hob kürzlich die wachsenden Spannungen in Kamakura hervor und berichtete, dass die Stadt aufgrund eines koreanischen Dramas einen weiteren „überfüllten Touristen-Hotspot“ geerbt hat. Bei der fraglichen Serie handelt es sich um die Netflix-Produktion „Can This Love Be Translated?“ (mit Kim Seon-ho und Go Youn-jung), die Anfang 2025 Premiere feierte. Die Show zeigt verschiedene internationale Schauplätze, aber die in Kamakura gedrehten Szenen haben bei Fans in ganz Asien besonderen Anklang gefunden.
Konkret fanden die Dreharbeiten am Bahnhof Gokurakuji und im Bereich des Goryo-Schreins statt. Seit der Veröffentlichung des Dramas besuchen stetig weibliche Touristen aus Ländern wie Südkorea, Indonesien und Myanmar diese Orte. Ein bestimmter Bahnübergang direkt neben einem Wohngebiet ist zu einer viralen Sensation geworden, da er der Ort des ersten Treffens der Hauptcharaktere in der Serie war.
Anwohner, die in der Nähe dieser Orte leben, beschweren sich darüber, dass das einst ruhige Viertel nun ständig mit Menschen gefüllt ist, die Fotos machen. Dies spiegelt die langjährigen Probleme am „Slam Dunk“-Übergang in der Nähe des Bahnhofs Kamakura-kokomae wider, wo Touristen oft den Verkehr blockieren, Privatgrundstücke betreten und Müll hinterlassen.
Als Reaktion darauf weiten die lokalen Regierungsbeamten die mehrsprachige Beschilderung und Sicherheitswarnungen aus und greifen dabei auf ihre Erfahrungen mit den „Slam Dunk“-Massen zurück. Viele Einheimische sind jedoch der Meinung, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um das plötzliche Ausmaß des Zustroms zu bewältigen. Der Artikel stellt fest, dass eine systematischere Vorbereitung erforderlich ist, um das Lebensumfeld der Bewohner zu schützen und gleichzeitig das durch Hallyu (die koreanische Welle) erzeugte globale Interesse zu berücksichtigen.
Im Kontext des Artikels und der koreanischen Fankultur bedeutet 성지순례seongjisunrye (Seong-ji-sul-rye) wörtlich übersetzt „Pilgerreise“. Während es ursprünglich eine religiöse Bedeutung hat, wird es heute von Fans am häufigsten verwendet, um den Besuch der realen Orte zu beschreiben, an denen ein Lieblingsdrama, ein Film oder ein Anime gedreht wurde, oder den Besuch eines Restaurants, das ein Prominenter bekanntermaßen häufig besucht.
이번 주말에 드라마 촬영지로 성지순례를 다녀왔어요.ibeon jumare deurama chwaryeongjiro seongjisunryereul danyeowasseoyo. — Ich bin dieses Wochenende auf Pilgerreise zu einem Drama-Drehort gegangen.
슬램덩크 팬들이 가마쿠라로 성지순례를 가요.seulraemdeongkeu paendeuri gamakuraro seongjisunryereul gayo. — Slam Dunk-Fans gehen auf Pilgerreise nach Kamakura.